Einen Großteil davon essen wir Deutsche selbst: So beliefert Tönnies auch große Discounter wie Aldi und Lidl. Doch längst produziert die Industrie weit mehr, als wir selbst verzehren können. Die Hälfte der Fleisch-Produktion bei Tönnies geht ins Ausland.
"Wir verwenden von dem Schwein fast alles - auch die Nasen, die wir Steckdosen nennen oder die Pfötchen, die gehen in den Export hauptsächlich nach Asien. Dort ist das eine Delikatesse. Die lieben nicht das Filet, sondern die Nebenprodukte", erzählt Firmenchef Josef Tillmann.
In Deutschland werden die Schweine besonders billig geschlachtet. Grund dafür sind die niedrigen Löhne in der Branche. Im Schnitt verdienen die Zerleger sieben Euro pro Stunde. Einen Mindestlohn gibt es nicht. Tönnies-Firmenchef Tillmann ist stolz auf die günstigen Arbeitskräfte: "Tönnies ist in der Region der größte Arbeitgeber mit 4000 Mitarbeitern. Wir brauchen keine ausgelernten Metzger, das hier sind alles angelernte Kräfte."