Die Industrialisierung der Landwirtschaft - hier in Niedersachsen ist sie vollzogen. Rendite, Profit, der Euro rollt in der Region. Doch glückliche Schweine in freier Landschaft gibt es nur auf dem Plakat des mächtigen Bauernverbandes. Fürs billige, tägliche Schweinefleisch braucht es Ställe wie den wenige Kilometer entfernten von Bauer Roberg.
Anlieferung von Futtermittel per Tanklastwagen. Darin: Getreide und - was wenige wissen - genmanipuliertes Soja aus Übersee. Hier herrscht der Computer, automatisierte Schweinemast. Die gesamte Fütterungsanlage funktioniert auf Knopfdruck. Martin Roberg versorgt über 10.000 Tiere mit nur zwei Mitarbeitern. Doch ist diese Art der Haltung artgerecht für Schweinemäster Rohberg?
"Artgerecht? Was ist artgerecht? Da können wir jetzt drüber streiten", meint Rohberg. "Die Tiere fühlen sich wohl, warum sollen wir es nicht so tun. Wenn wir das anders tun sollen, müssen wir das europäisch regeln. Und dann muss der Verbraucher das auch bezahlen, das ist ja das ganz große Problem“, analysiert Roberg. Schweinemast, das ist auch für Roberg kein Idyll sondern ein Massengeschäft mit oft ruinösem Preisdruck auf Mäster wie ihn.