Kuba: Bioprodukte made in Kuba
Öko-Landwirtschaft „made in Cuba“. Kein synthetischer Dünger, keine Pestizide. Anfang der 90er Jahre entstanden inmitten der Städte kleine genossenschaftliche Gärten wie dieser hier in Alamar, dem Plattenbauviertel von Havanna.
Öko-Landwirtschaft - aus der Not geboren
Das Projekt wurde aus der Not heraus geboren. Denn von heute auf morgen fiel die Sowjetunion als Lieferant von Dünger und Lebensmitteln aus. Gespritzt wird nur mit natürlichen Bakterienkulturen. Ihrer guten Ausbildung Wissen haben die Kubaner zu verdanken, dass sie schon bald hohe Erträge einfahren konnten. Heute hat die kubanische ökologische Landwirtschaft Vorbildcharakter für viele andere Staaten.

Marktwirtschaftliche Nische
Ohne staatliches Preisdiktat: Gemüse frisch vom Feld.
Jürgen Roth, Deutsche Welthungerhilfe: „Zum Beispiel gibt es sehr intensiven Austausch mit Venezuela, jetzt ist ja gerade Venezuela strategischer Partner für Kuba, aber durchaus auch mit anderen Ländern, also ökologische Landwirte aus Kanada waren schon hier, sogar aus den Vereinigten Staaten, aus Europa, mit Europa gibt es einen sehr intensiven Austausch auch.“

Ob Bananen, Mangold, Manioc oder Süßkartoffeln – die Bewohner der Plattenbausiedlung kaufen direkt frisch vom Feld. Die Gärten standen übrigens von Anfang an unter der Schirmherrschaft von Raul Castro. Das heißt, der Staat hielt sich heraus, regulierte noch nicht ein Mal die Preise. Raúl schaffte mitten im Sozialismus eine marktwirtschaftliche Nische.

Sendedaten
Wirtschaftsreportage der Redaktion „3satbörse“
Erstausstrahlung:
Montag, 22 Oktober 2007, 21.00 Uhr, 3sat
Schwerpunkt
Kuba
22. Oktober 2007 / 3satbörse CMey