Szene aus dem Film "The Element of Crime"
Lars von Trier - Die Europa-Trilogie
Aus der Sendereihe Kinomagazin
Der Däne Lars von Trier, 1956 in Kopenhagen geboren, gehört seit seinen in Cannes ausgezeichneten Melodramen "Breaking the Waves“ (1996) und "Dancer in the Dark“ (2000) zu den erfolgreichsten Filmemachern Europas.
Mit dem Dogma-Film "Idioten“ (1998) machte Lars von Trier die Missachtung tradierter filmischer Konventionen und kommerzieller Standards zum künstlerischen Gebot. Sein Frühwerk – die Europa-Trilogie "The Element of Crime“ (1984), "Epidemic“ (1987) und "Europa“ (1991) – kommt ab März 2005 in den deutschen Kinos. Die Filme, die in einem düsteren und alptraumhaften Nachkriegs-Europa spielen, sind geprägt von einer morbiden und hypnotischen Grundstimmung. Sie beeindrucken durch ihre expressive, spannungsreiche und technisch virtuose Bildsprache, die stark von klassischen filmischen Vorbildern geprägt ist - vom Stummfilm über den film noir bis hin zu Alfred Hitchcock, Carl Theodor Dreyer und Andrej Tarkowskij.
Lars von Trier im Interview (Auszüge aus der Sendung)
Mein Co-Autor Nils Vørsel und ich, wir haben eine Schwäche für Kafka. Wir mögen besonders sein Buch „Amerika“. Dieses Buch war für unseren Film „Europa“ eine Art Inspiration. Wir erzählen die Geschichte anders herum. Kafkas „Amerika“ handelt von einem Europäer, der nach Amerika geht, und unser Film handelt von einem Amerikaner, der nach Europa kommt: zu dem Ort, wo seine Eltern gelebt haben. Es gibt einige Parallelen zwischen der Kafka-Story und unserer Geschichte. Bei uns gibt es zum Beispiel auch einen Onkel.
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Interview: Peter Kremski; Bearbeitung: Brigitte Schumacher
Erstsendung; Länge: 29'48" Minuten; Zweikanalton deutsch/englisch; Kamera: Michael Krejci; Ton: Peter Andersen; Schnitt: Holger Bischoff; Sprecher: Bernd Reheuser; Mischung: Wolfgang Rixius; Redaktion: Reinhard Wulf; Produktion: Westdeutscher Rundfunk © 2005
Sendedaten
Dienstag, 1. März 2005, 22.25 Uhr Die Sendung basiert auf einem Interview aus
dem Jahr 1991.
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Lars von Trier im Interview (Auszüge aus der Sendung)
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Links
Website des Verleihs Real Fiction
Die Europa-Trilogie auf DVD
Lars von Trier in "Senses Of Cinema"
24.02.2005 / Rachel Schröder/wdr