Reinhard Kaiser

Geboren 1950 in Viersen (Niederrhein).
Der Autor und Übersetzer Reinhard Kaiser studierte von 1968 bis 1975 Germanistik, Romanistik, Sozialwissenschaften und Philosophie in Berlin, Paris, Köln und Frankfurt am Main. Im Jahr 1975 erfolgten erste Übersetzungs- und Lektoratsarbeiten, u.a. für den Suhrkamp Verlag und für die „Andere Bibliothek“ des Greno Verlags. Reinhard Kaiser übersetzte Sachbücher und belletristische Werke von Anne Tyler, D.H. Lawrence, Sylvia Plath, Elizabeth Bishop, Irene Dische, Patrick White, Susan Sontag, Sam Shepard, Richard Sennett, Neil Postman, Carlo Ginzburg, Peter Burke, Lee Strasberg, Georges Duby und vielen anderen. Außerdem verfasste er zahlreiche Aufsätze und Artikel sowie Arbeiten für das Radio. Sein erstes eigenes Buch, „Der Zaun am Ende der Welt“, kam 1989 in der Frankfurter Verlagsanstalt heraus. Kaisers Werk wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau im Jahr 2011.

 

 

Blick ins Werk

Vorspann

Historische Achse - Seit es sie gibt, scheint die gläserne Pyramide des Louvre in Paris den Ausgangspunkt einer Geraden zu bilden, die wie mit dem Lineal gezogen in westlicher Richtung durch die französische Hauptstadt verläuft. Zunächst passiert diese Gerade einen Triumphbogen römischen Formats, schneidet dann - auf der Place de la Concorde - einen echten, altägyptischen Obelisken und unterquert noch einen zweiten Triumphbogen, diesmal von napoleonischen Ausmaßen, bevor sie sich hinter der so gut wie quadratischen Öffnung einer Baulichkeit im Weiten verliert, die seltsamerweise ebenfalls „Bogen“ - sogar „Großer Bogen“, Grande Arche - genannt wird und allein zu dem phantastischen Zweck errichtet scheint, ein Stück Himmel einzurahmen und gleichsam an die Erde zu heften.

Genau genommen beginnt diese „historische Achse“, wie sie in Frankreich genannt wird, allerdings nicht bei der gläsernen Pyramide, sondern bei einem schräg vor ihr stehenden Reiterstandbild Ludwigs XIV. Die Pyramide und der ganze Louvre liegen nämlich ein wenig versetzt zu ihr. Trotzdem ergibt sich der Eindruck, dass zwischen all diesen Denk- und Sehenswürdigkeiten, über Räume und Zeiten hinweg, ein Zusammenhang besteht, und dieser Eindruck täuscht nicht.

(Leseprobe aus dem Buch „Der glückliche Kunsträuber. Das Leben des Vivant Denon“ - © Verlag C.H.Beck, München)

Bücher

 

Der Zaun am Ende der Welt
Frankfurt/Main: Frankfurter Verlagsanstalt 1989 – Neuausgabe: 1999

 

Der kalte Sommer des Doktor Polidori
Roman, Frankfurt/Main: Frankfurter Verlagsanstalt 1991

 

Eos‘ Gelüst
Roman, Frankfurt/Main: Verlag Schöffling & Co. 1995

 

Königskinder. Eine wahre Liebe
Frankfurt/Main: Verlag Schöffling & Co. 1996 – Neuausgabe: 2004

 

Unerhörter Rettung. Die Suche nach Edwin Geist
Frankfurt/Main: Verlag Schöffling & Co. 2004

 

Kindskopf
Erzählungen, Frankfurt/Main: Verlag Schöffling & Co. 2007

 

Der glückliche Kunsträuber. Das Leben des Vivant Denon
München: Verlag C.H.Beck 2016

 

Auszeichnungen

 

1992

Literaturpreis der Stadt Dormagen


1993

Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis


1997

Deutscher Jugendliteraturpreis (Sparte Jugendsachbuch)


2003

Niederrheinischer Literaturpreis


2009

Grimmelshausen-Sonderpreis für literarische Übersetzungen


2010

Wilhelm-Merton-Preis für Europäische Übersetzungen


2011

Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau

 

1992

Literaturpreis der Stadt Dormagen


1993

Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis


1997

Deutscher Jugendliteraturpreis (Sparte Jugendsachbuch)


2003

Niederrheinischer Literaturpreis


2009

Grimmelshausen-Sonderpreis für literarische Übersetzungen


2010

Wilhelm-Merton-Preis für Europäische Übersetzungen


2011

Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau

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Fotograf: Uwe Frauendorf (Leipzig)

  • Reinhard Kaiser

    Geboren 1950 in Viersen (Niederrhein).
    Der Autor und Übersetzer Reinhard Kaiser studierte von 1968 bis 1975 Germanistik, Romanistik, Sozialwissenschaften und Philosophie in Berlin, Paris, Köln und Frankfurt am Main. Im Jahr 1975 erfolgten erste Übersetzungs- und Lektoratsarbeiten, u.a. für den Suhrkamp Verlag und für die „Andere Bibliothek“ des Greno Verlags. Reinhard Kaiser übersetzte Sachbücher und belletristische Werke von Anne Tyler, D.H. Lawrence, Sylvia Plath, Elizabeth Bishop, Irene Dische, Patrick White, Susan Sontag, Sam Shepard, Richard Sennett, Neil Postman, Carlo Ginzburg, Peter Burke, Lee Strasberg, Georges Duby und vielen anderen. Außerdem verfasste er zahlreiche Aufsätze und Artikel sowie Arbeiten für das Radio. Sein erstes eigenes Buch, „Der Zaun am Ende der Welt“, kam 1989 in der Frankfurter Verlagsanstalt heraus. Kaisers Werk wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau im Jahr 2011.

     

     

  • Blick ins Werk

    Vorspann

    Historische Achse - Seit es sie gibt, scheint die gläserne Pyramide des Louvre in Paris den Ausgangspunkt einer Geraden zu bilden, die wie mit dem Lineal gezogen in westlicher Richtung durch die französische Hauptstadt verläuft. Zunächst passiert diese Gerade einen Triumphbogen römischen Formats, schneidet dann - auf der Place de la Concorde - einen echten, altägyptischen Obelisken und unterquert noch einen zweiten Triumphbogen, diesmal von napoleonischen Ausmaßen, bevor sie sich hinter der so gut wie quadratischen Öffnung einer Baulichkeit im Weiten verliert, die seltsamerweise ebenfalls „Bogen“ - sogar „Großer Bogen“, Grande Arche - genannt wird und allein zu dem phantastischen Zweck errichtet scheint, ein Stück Himmel einzurahmen und gleichsam an die Erde zu heften.

    Genau genommen beginnt diese „historische Achse“, wie sie in Frankreich genannt wird, allerdings nicht bei der gläsernen Pyramide, sondern bei einem schräg vor ihr stehenden Reiterstandbild Ludwigs XIV. Die Pyramide und der ganze Louvre liegen nämlich ein wenig versetzt zu ihr. Trotzdem ergibt sich der Eindruck, dass zwischen all diesen Denk- und Sehenswürdigkeiten, über Räume und Zeiten hinweg, ein Zusammenhang besteht, und dieser Eindruck täuscht nicht.

    (Leseprobe aus dem Buch „Der glückliche Kunsträuber. Das Leben des Vivant Denon“ - © Verlag C.H.Beck, München)

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  • Bücher

    Eine Auswahl

     

    Der Zaun am Ende der Welt
    Frankfurt/Main: Frankfurter Verlagsanstalt 1989 – Neuausgabe: 1999

     

    Der kalte Sommer des Doktor Polidori
    Roman, Frankfurt/Main: Frankfurter Verlagsanstalt 1991

     

    Eos‘ Gelüst
    Roman, Frankfurt/Main: Verlag Schöffling & Co. 1995

     

    Königskinder. Eine wahre Liebe
    Frankfurt/Main: Verlag Schöffling & Co. 1996 – Neuausgabe: 2004

     

    Unerhörter Rettung. Die Suche nach Edwin Geist
    Frankfurt/Main: Verlag Schöffling & Co. 2004

     

    Kindskopf
    Erzählungen, Frankfurt/Main: Verlag Schöffling & Co. 2007

     

    Der glückliche Kunsträuber. Das Leben des Vivant Denon
    München: Verlag C.H.Beck 2016

     

  • Auszeichnungen

    Eine Auswahl

     

    1992

    Literaturpreis der Stadt Dormagen


    1993

    Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis


    1997

    Deutscher Jugendliteraturpreis (Sparte Jugendsachbuch)


    2003

    Niederrheinischer Literaturpreis


    2009

    Grimmelshausen-Sonderpreis für literarische Übersetzungen


    2010

    Wilhelm-Merton-Preis für Europäische Übersetzungen


    2011

    Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau

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