Heinz Helle

Geboren 1978 in München.

Heinz Helle studierte Philosophie in München und New York und arbeitete anschließend als Werbetexter. Er ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts in Biel. 2014 erschien sein erster Roman „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ bei Suhrkamp. Mit seinem zweiten Roman „Eigentlich müssten wir tanzen“ war er 2015 auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Heinz Helle lebt in Biel (Kanton Bern).

Blick ins Werk

„Wenn es zu kalt ist zum Hinlegen, abends, bleiben wir stehen. Wir stehen eng beieinander, Rücken an Rücken an Seite an Bauch. Wir drehen uns langsam weiter im Verlauf der Nacht, jeder darf einmal in der Mitte stehen, jeder muss ab und zu an den Rand. Wenn die Sonne aufgeht, sehen wir übereinander hinweg und aneinander vorbei, und wir sehen genau, sehen es aus dem Augenwinkel, dass der andere auch woanders hinsieht, wir sehen jeder woanders hin, jeder in sein eigenes, weit entferntes Nichts oder Alles, egal, wir sehen uns nicht in die Augen, das täte weh, mehr und ganz anders als die Sonne, wenn sie aufgeht, meistens ist es bewölkt, und wir sehen weiter aneinander vorbei und freuen uns über die abnehmende Kälte und das zunehmende Licht, und wir stehen ganz dicht beieinander, beinahe wie früher, in der U-Bahn, im Feierabendverkehr.“

(Leseprobe aus dem Roman „Eigentlich müssten wir tanzen“ -
© Suhrkamp Verlag, Berlin)

Bücher

 

Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin

Roman, Berlin: Suhrkamp Verlag 2014

 

Eigentlich müssten wir tanzen

Roman, Berlin: Suhrkamp Verlag 2015

Auszeichnungen

2011

Walter-Kempowski-Literaturpreis der Hamburger Autorenvereinigung

 

2013

Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb Klagenfurt

 

2014

Literaturpreis des Kantons Bern

 

2015

Longlist-Nominierung beim Deutschen Buchpreis

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Fotograf: Uwe Frauendorf (Leipzig)

  • Heinz Helle

    Geboren 1978 in München.

    Heinz Helle studierte Philosophie in München und New York und arbeitete anschließend als Werbetexter. Er ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts in Biel. 2014 erschien sein erster Roman „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ bei Suhrkamp. Mit seinem zweiten Roman „Eigentlich müssten wir tanzen“ war er 2015 auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Heinz Helle lebt in Biel (Kanton Bern).

  • Blick ins Werk

    „Wenn es zu kalt ist zum Hinlegen, abends, bleiben wir stehen. Wir stehen eng beieinander, Rücken an Rücken an Seite an Bauch. Wir drehen uns langsam weiter im Verlauf der Nacht, jeder darf einmal in der Mitte stehen, jeder muss ab und zu an den Rand. Wenn die Sonne aufgeht, sehen wir übereinander hinweg und aneinander vorbei, und wir sehen genau, sehen es aus dem Augenwinkel, dass der andere auch woanders hinsieht, wir sehen jeder woanders hin, jeder in sein eigenes, weit entferntes Nichts oder Alles, egal, wir sehen uns nicht in die Augen, das täte weh, mehr und ganz anders als die Sonne, wenn sie aufgeht, meistens ist es bewölkt, und wir sehen weiter aneinander vorbei und freuen uns über die abnehmende Kälte und das zunehmende Licht, und wir stehen ganz dicht beieinander, beinahe wie früher, in der U-Bahn, im Feierabendverkehr.“

    (Leseprobe aus dem Roman „Eigentlich müssten wir tanzen“ -
    © Suhrkamp Verlag, Berlin)

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    Eine Auswahl

     

    Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin

    Roman, Berlin: Suhrkamp Verlag 2014

     

    Eigentlich müssten wir tanzen

    Roman, Berlin: Suhrkamp Verlag 2015