Alina Bronsky

Geboren 1978 in Swerdlowsk
(UdSSR; heute: Jekaterinburg / Russland).

Alina Bronsky kam Anfang der 1990er-Jahre mit ihrer Familie nach Deutschland und verbrachte ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Medizin, begann dann aber als Redakteurin bei einer Tageszeitung und als Texterin in der Werbebranche zu arbeiten. Ihr Debütroman „Scherbenpark“ aus dem Jahr 2008 avancierte rasch zum Bestseller und wurde 2013 von Bettina Blümner verfilmt.
Alina Bronsky lebt in Berlin.

Blick ins Werk

„In der Nacht weckt mich wieder Marjas Hahn Konstantin. Für Marja ist er eine Art Ersatzmann. Sie hat ihn großgezogen und schon als Küken gehätschelt und verwöhnt; jetzt ist er ausgewachsen und zu nichts zu gebrauchen. Stolziert herrisch über ihren Hof und schielt zu mir rüber. Seine innere Uhr ist durcheinander, schon immer gewesen, aber ich glaube nicht, dass es mit der Strahlung zu tun hat. Man kann sie nicht für alles, was blöd zur Welt kommt, verantwortlich machen.

Ich lupfe die Bettdecke und lasse die Füße auf den Boden. Auf den Dielen liegt ein Vorleger, den ich aus alten, in Streifen gerissenen Laken geflochten habe. Im Winter habe ich viel Zeit, weil ich mich dann nicht um den Garten kümmern muss. Im Winter gehe ich selten raus, nur um Wasser oder Holz zu holen oder um Schnee vor meiner Haustür zu schippen. Aber jetzt ist Sommer, und ich bin früh morgens auf den Beinen, um Marjas Hahn den Hals umzudrehen.“

(Leseprobe aus dem Roman „Baba Dunjas letzte Liebe“ -
© Kiepenheuer & Witsch Verlag, Köln)

Bücher

 

Scherbenpark

Roman, Köln: Kiepenheuer & Witsch Verlag 2008

 

Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

Roman, Köln: Kiepenheuer & Witsch Verlag 2010

 

Spiegelkind

Jugendbuch, Würzburg: Arena Verlag 2012

 

Nenn mich einfach Superheld

Roman, Köln: Kiepenheuer & Witsch Verlag 2013

 

Baba Dunjas letzte Liebe

Roman, Köln: Kiepenheuer & Witsch Verlag 2015

Auszeichnungen

 

2009

Nominierung für den aspekte-Literaturpreis mit dem Roman „Scherbenpark“

 

2010

Longlist-Nominierung zum Deutschen Buchpreis mit „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“

 

2015

Longlist-Nominierung zum Deutschen Buchpreis mit „Baba Dunjas letzte Liebe“

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Fotograf: Uwe Frauendorf (Leipzig)

  • Alina Bronsky

    Geboren 1978 in Swerdlowsk
    (UdSSR; heute: Jekaterinburg / Russland).

    Alina Bronsky kam Anfang der 1990er-Jahre mit ihrer Familie nach Deutschland und verbrachte ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Medizin, begann dann aber als Redakteurin bei einer Tageszeitung und als Texterin in der Werbebranche zu arbeiten. Ihr Debütroman „Scherbenpark“ aus dem Jahr 2008 avancierte rasch zum Bestseller und wurde 2013 von Bettina Blümner verfilmt.
    Alina Bronsky lebt in Berlin.

  • Blick ins Werk

    „In der Nacht weckt mich wieder Marjas Hahn Konstantin. Für Marja ist er eine Art Ersatzmann. Sie hat ihn großgezogen und schon als Küken gehätschelt und verwöhnt; jetzt ist er ausgewachsen und zu nichts zu gebrauchen. Stolziert herrisch über ihren Hof und schielt zu mir rüber. Seine innere Uhr ist durcheinander, schon immer gewesen, aber ich glaube nicht, dass es mit der Strahlung zu tun hat. Man kann sie nicht für alles, was blöd zur Welt kommt, verantwortlich machen.

    Ich lupfe die Bettdecke und lasse die Füße auf den Boden. Auf den Dielen liegt ein Vorleger, den ich aus alten, in Streifen gerissenen Laken geflochten habe. Im Winter habe ich viel Zeit, weil ich mich dann nicht um den Garten kümmern muss. Im Winter gehe ich selten raus, nur um Wasser oder Holz zu holen oder um Schnee vor meiner Haustür zu schippen. Aber jetzt ist Sommer, und ich bin früh morgens auf den Beinen, um Marjas Hahn den Hals umzudrehen.“

    (Leseprobe aus dem Roman „Baba Dunjas letzte Liebe“ -
    © Kiepenheuer & Witsch Verlag, Köln)

  • Mediathek

  • Bücher

    Eine Auswahl

     

    Scherbenpark

    Roman, Köln: Kiepenheuer & Witsch Verlag 2008

     

    Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

    Roman, Köln: Kiepenheuer & Witsch Verlag 2010

     

    Spiegelkind

    Jugendbuch, Würzburg: Arena Verlag 2012

     

    Nenn mich einfach Superheld

    Roman, Köln: Kiepenheuer & Witsch Verlag 2013

     

    Baba Dunjas letzte Liebe

    Roman, Köln: Kiepenheuer & Witsch Verlag 2015

  • Auszeichnungen

    Eine Auswahl

     

    2009

    Nominierung für den aspekte-Literaturpreis mit dem Roman „Scherbenpark“

     

    2010

    Longlist-Nominierung zum Deutschen Buchpreis mit „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“

     

    2015

    Longlist-Nominierung zum Deutschen Buchpreis mit „Baba Dunjas letzte Liebe“